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Technische Artikel

Mechanismen des Gleitens in Hochgeschwindigkeits-Kugellagern

Überblick über Gleitmodi in Schrägkugellagern: Differenzialgleiten, Spin-Gleiten, gyroskopisches Gleiten sowie thermisch-mechanische Folgen bei hohen Drehzahlen.

Mechanismen des Gleitens in Hochgeschwindigkeits-Kugellagern

Gleitmodi und Mechanismen in Kugellagern Bei Schrägkugellagern umfasst die Bewegung der Kugeln in den Laufbahnen Differenzgleiten, Bohrgleiten und gyroskopisches Gleiten.

Unter Hochgeschwindigkeitsbedingungen verändern Zentrifugalkräfte und gyroskopische Momente die Kugeldynamik erheblich. Daraus ergeben sich vier unterschiedliche Gleitmodi:

Gleitmodus

Physikalischer Mechanismus

Richtungsmerkmal

Wichtige Einflussfaktoren

1) Gyroskopisches Gleiten

Das gyroskopische Moment übersteigt das Reibmoment, wodurch die Kugel entlang der Hauptachse gleitet.

Senkrecht zur Wälzrichtung

Drehzahl, Kontaktwinkel, Schmierung

2) Schleppgleiten

Eine verringerte Kontaktlast zwischen Kugel und Innenringlaufbahn infolge der Zentrifugalkraft führt zu axialem Schlupf.

Entlang der Nebenachse der Kontaktellipse

Zentrifugalkraft, Vorspannung, Viskosität

3) Wälzgleiten

Erhöhte Bohr-/gyroskopische Anteile verringern die Umlaufgeschwindigkeit.

Gekoppelte Wälz-Bohr-Bewegung

Dynamischer Schleppkoeffizient, Lastschwankung

4) Transientes Gleiten

Plötzliche Lastwechsel oder Kollisionen mit dem Käfig verursachen kurzzeitigen Schlupf.

Mehrdirektional

Stoßbelastungen, Beschleunigung, Käfigspiel

Thermisch-mechanische Kopplung: Skidding erzeugt in Ölfilmen einen scherbedingten Temperaturanstieg, wodurch Viskosität und Schmierfilmdicke abnehmen. Dies kann zu Metall-auf-Metall-Kontakt, Laufbahnriefen, vorzeitigem Verschleiß und sogar zum Festfressen des Systems führen.